Begrüßung
Lied EG 395 1-3 Vertraut den neuen Wegen
Ansprache zum Song „Haus am See“ von Peter Fox
Lied EG 648 1-3 Wo ein Mensch Vertrauen gibt
Gebet
Vaterunser
Segen
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Info, Listen » 2010 - Andacht zur Abiturfeier
Nach oben Back to main Skip to menu2010 - Andacht zur Abiturfeier
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Begrüßung
Liebe Abiturienten,
liebe Eltern,
Verehrte Schulleitung,
geschätzte Kollegen,
das Abitur ist vorbei, geschafft!
Der lange Weg durch mindestens 13 Schuljahre ist nun an seinem Ziel angekommen. Jetzt ist es Zeit, dankbar für das Erreichte nach nach hinten zu blicken. Und: Schon einmal einen Blick nach vorne zu werden – denn das Abitur, so gerne es wir auch als Event zelebrieren, ist eine Zwischenstation eures Lebensweges. Das wollen wir heute in diesem kleinen Gottesdienst tun, den wir im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes feiern. Singen wir als erstes Lied: Lied EG 395 1-3 Vertraut den neuen Wegen
Ansprache zum „Haus am See“ von Peter Fox
Die auf dich, deine Interessen, deine Talente und Begabungen wartet?
Die biblische Schöpfungserzählung aus Genesis 2 zeichnet eine Welt, die um den Menschen herum geschaffen wurde – eine Welt für ihn. Damit er sie bebaue und bewahre. Diese Welt ist wirklich für euch gemacht! Das ist ein Geschenk Gottes an Euch, aber zugleich auch eine enorme Verantwortung: Bebauen und Bewahren ist eine Aufgabe, die nicht leicht zu bewältigen ist. Bisher seid ihr meist Zuschauer, beobachtet, wie Menschen mit dieser Schöpfung und deren Geschöpfen umgehen. Ihr werdet nun Stück für Stück immer weiter in diese Verantwortung mit hineinwachsen. Schon bei der Frage, mit welchen Möbeln ihr euere erste eigene Bude ausstattet kann es schon kritisch werden: Nehm ich das doch günstige Bankirai-Holz aus Ostasien für den Schreibtisch? Der kostet nur die Hälfte von dem aus Buche, oder doch billiges Plastik? Im Unterricht konnte man über solche ethischen Fragestellungen prima diskutieren … jetzt muss man auch noch Entscheidungen fällen, und auch an der Kasse dafür einstehen.
Aber deine Wahrnehmung kann ich verstehen: Wenn es einfach gut läuft, nichts hält mich auf, das Leben gelingt ... so als wäre da immer einer da, der mir im rechten Moment die nächste Türe aufhält. Das ist ein Traum - und eine Hoffnung: „Der Herr gehe vor dir her, um dir den rechten Weg zu weisen”, heißt es in einem alten irischen Segensspruch. Da geht einer mit mir mit. Ich spüre, ich bin nicht allein, da ist einer an meiner Seite, unsichtbar leise - unauffällig, und doch habe ich das Gefühl, er ist in Reichweite, in Griffweite meiner gefalteten Hände. Da habt ihr selbst in den vergangenen Jahren eure eigenen Erfahrungen gemacht; mit einem nahen oder auch fernen Gott. Vielleicht gabs in der Zeit der Abiturvorbereitungen und Prüfungen eine erhöhte Zahl an Stoßgebeten und Hilferufen an Gottes Adresse. Vielleicht hat auch der eine oder andere so eine Situation erlebt: Genau das, was ich gestern nochmal intensiv angeschaut habe, kam doch glatt in der schriftlichen Prüfung dran. Soll Gott da doch meine Hilferufe erhört haben? Oder wars doch Zufall? Mein Gott ist mir manchmal ein Geheimnis, ich erahne seine Spuren machmal nur, in anderen Situationen verfestigt sich in meinem Herzen die Gewissheit. Er ist da, mir nahe, er ist auf meiner Seite. Und manchmal nehme ich ihn gar nicht wahr. Weil er so still und unauffällig meine Wege begleitet. Manch einer kommt da vielleicht zum Ergebnis, dass da keiner ist, weil er sich ja nicht penetrant wie ein klingelndes Handy laufend ins Spiel bringen muss. Wo sich nix rührt, da ist auch nichts! Aber es wäre ein wirklicher Verlust, wenn wir dieses Gespür verlieren, dass wir unseren Weg nie allein machen müssen.
liebe Eltern,
Verehrte Schulleitung,
geschätzte Kollegen,
das Abitur ist vorbei, geschafft!
Der lange Weg durch mindestens 13 Schuljahre ist nun an seinem Ziel angekommen. Jetzt ist es Zeit, dankbar für das Erreichte nach nach hinten zu blicken. Und: Schon einmal einen Blick nach vorne zu werden – denn das Abitur, so gerne es wir auch als Event zelebrieren, ist eine Zwischenstation eures Lebensweges. Das wollen wir heute in diesem kleinen Gottesdienst tun, den wir im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes feiern. Singen wir als erstes Lied: Lied EG 395 1-3 Vertraut den neuen Wegen
Ansprache zum „Haus am See“ von Peter Fox
Nach 9 Jahren an dieser Schule, nach 19 Jahren hier in der Umgebung … du weißt, wie der Döner in der Bahnhofstraße schmeckt, das Brückle ist dir zum vertrauten Freund geworden, du kennst das Geräusch, wenn Herr Bauer den Rolladen seines Verkausstands hochzieht. Der Geruch von Turnhalle 1, die Bilder an den Wänden beim Biologiesaal - das alles kennst du auswendig. Und doch ist es bald Vergangenheit, Erinnerung. Draußen wartet die Welt. Für die einen die große weite Welt, für andere sind die Grenzen enger gesteckt. Aber ihr alle dürft und müsst das Bekannte hinter euch lassen.- Peter Fox - Haus am See Teil 1aHier bin ich geboren und laufe durch die Straßen
Kenn die Gesichter, jedes Haus und jeden Laden
Gibt’s wirklich eine Welt, die für dich gemacht ist?- Peter Fox - Haus am See Teil 1bUnd die Welt hinter mir wird langsam klein
Doch die Welt vor mir ist für mich gemacht...
ich weiß sie wartet und ich hol sie ab
Die auf dich, deine Interessen, deine Talente und Begabungen wartet?
Die biblische Schöpfungserzählung aus Genesis 2 zeichnet eine Welt, die um den Menschen herum geschaffen wurde – eine Welt für ihn. Damit er sie bebaue und bewahre. Diese Welt ist wirklich für euch gemacht! Das ist ein Geschenk Gottes an Euch, aber zugleich auch eine enorme Verantwortung: Bebauen und Bewahren ist eine Aufgabe, die nicht leicht zu bewältigen ist. Bisher seid ihr meist Zuschauer, beobachtet, wie Menschen mit dieser Schöpfung und deren Geschöpfen umgehen. Ihr werdet nun Stück für Stück immer weiter in diese Verantwortung mit hineinwachsen. Schon bei der Frage, mit welchen Möbeln ihr euere erste eigene Bude ausstattet kann es schon kritisch werden: Nehm ich das doch günstige Bankirai-Holz aus Ostasien für den Schreibtisch? Der kostet nur die Hälfte von dem aus Buche, oder doch billiges Plastik? Im Unterricht konnte man über solche ethischen Fragestellungen prima diskutieren … jetzt muss man auch noch Entscheidungen fällen, und auch an der Kasse dafür einstehen.
Der Tag auf meiner Seite - kann ein Tag auf meiner Seite sein, lieber Peter Fox?- Peter Fox - Haus am See Teil 1cIch hab den Tag auf meiner Seite, ich hab Rückenwind
Aber deine Wahrnehmung kann ich verstehen: Wenn es einfach gut läuft, nichts hält mich auf, das Leben gelingt ... so als wäre da immer einer da, der mir im rechten Moment die nächste Türe aufhält. Das ist ein Traum - und eine Hoffnung: „Der Herr gehe vor dir her, um dir den rechten Weg zu weisen”, heißt es in einem alten irischen Segensspruch. Da geht einer mit mir mit. Ich spüre, ich bin nicht allein, da ist einer an meiner Seite, unsichtbar leise - unauffällig, und doch habe ich das Gefühl, er ist in Reichweite, in Griffweite meiner gefalteten Hände. Da habt ihr selbst in den vergangenen Jahren eure eigenen Erfahrungen gemacht; mit einem nahen oder auch fernen Gott. Vielleicht gabs in der Zeit der Abiturvorbereitungen und Prüfungen eine erhöhte Zahl an Stoßgebeten und Hilferufen an Gottes Adresse. Vielleicht hat auch der eine oder andere so eine Situation erlebt: Genau das, was ich gestern nochmal intensiv angeschaut habe, kam doch glatt in der schriftlichen Prüfung dran. Soll Gott da doch meine Hilferufe erhört haben? Oder wars doch Zufall? Mein Gott ist mir manchmal ein Geheimnis, ich erahne seine Spuren machmal nur, in anderen Situationen verfestigt sich in meinem Herzen die Gewissheit. Er ist da, mir nahe, er ist auf meiner Seite. Und manchmal nehme ich ihn gar nicht wahr. Weil er so still und unauffällig meine Wege begleitet. Manch einer kommt da vielleicht zum Ergebnis, dass da keiner ist, weil er sich ja nicht penetrant wie ein klingelndes Handy laufend ins Spiel bringen muss. Wo sich nix rührt, da ist auch nichts! Aber es wäre ein wirklicher Verlust, wenn wir dieses Gespür verlieren, dass wir unseren Weg nie allein machen müssen.


